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Kühlungsborn

Bäderbahn Molli

Die Bäderbahn Molli ist eine dampfbetriebene Schmalspurbahn, die die Münsterstadt Kühlungsborn mit der Kreisstadt Bad Doberan auf einer Strecke von 15,4 km verbindet.

Kühlungsborn Strand

Kühlungsborn und Molli

Neben Bad Doberan wird auch das älteste deutsche Seebad Heiligendamm durch die Bahn angefahren. Lernen Sie Land und Leute aus einem anderen Blickwinkel kennen!


Kühlungsborn

Bäderbahn Molli

Die Mecklenburgische Bäderbahn Molli (MBB) – auch Der Molli oder Molli – ist eine dampfbetriebene Schmalspurbahn (900-mm-Spur). Sie verkehrt zwischen Bad Doberan, Heiligendamm und Kühlungsborn West auf einer Gesamtstrecke von 15,4 km bei einer Fahrtzeit von 40 Minuten. Innerhalb Bad Doberans fährt die Bahn auf Gleisen, die unmittelbar im Fahrbahnbelag (Pflaster) der Straßen liegen. Später verläuft die Strecke entlang einer Lindenallee. An der Ostseerennbahn hält sie nur, wenn dort auch Renntage oder andere Veranstaltungen stattfinden. Zwischen Heiligendamm und Kühlungsborn führen die Gleise parallel zum Ostseestrand über Felder.

Neben Sonderzügen und Sonderfahrten gibt es noch weitere Besonderheiten. Schauen Sie doch einfach mal dem Lokführer und dem Heizer über die Schulter. Zum Gesamtkonzept Molli zählen auch die Ausbildung zum Ehrenlokführer, Übernachtungsmöglichkeiten, ein Museum, gastronomische Höhepunkte und diverse Veranstaltungen.

Geschichte

Am 7. Juli 1886 wurde die Strecke als Verbindung von Bad Doberan mit dem Seebad Heiligendamm von der Eisenbahnunternehmung Lenz & Co. in Stettin errichtet und als Doberan-Heiligendammer-Eisenbahn (DHE) betrieben. Der Verkehr fand zunächst nur während der Sommersaison statt, die am 1. Mai jedes Jahres begann und am 30. September endete. Am 1. März 1890 übernahm das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin die Bahn und gliederte sie in die Großherzoglich Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn ein. Die Verlängerung der Strecke bis in das Ostseebad Arendsee (das 1938 mit den Nachbargemeinden Brunshaupten und Fulgen zum Ostseebad Kühlungsborn zusammengeschlossen wurde) erfolgte am 12. Mai 1910. In diesem Jahr wurde auch der Güterverkehr auf dieser Strecke aufgenommen; die Bahn verkehrte nun ganzjährig. Ab 1920 gehörte die Bahn zur der Deutschen Reichsbahn. Da das Umladen der Güter von der Regelspurstrecke Wismar–Rostock auf die Schmalspurstrecke zu aufwendig und damit unrentabel war, wurde im Jahr 1969 der Güterverkehr eingestellt. Die Beförderung von Regelspurwagen auf schmalspurigen Rollwagen, wie es z. B. auf sächsischen Schmalspurbahnen üblich war, schied aufgrund der engen Stadtdurchfahrt in Bad Doberan von vornherein aus. Somit gab es nur noch Personenverkehr. Die Strecke wurde mit täglich 13 Zugpaaren bedient, eine für eine Schmalspurbahn ungewöhnlich hohe Zugdichte. 1976 nahm der damalige Bezirk Rostock die Bahn in die Bezirksdenkmalliste auf. 1995 übernahm eine Betreibergesellschaft, bestehend aus dem Landkreis Bad Doberan sowie den Städten Kühlungsborn und Bad Doberan, die Bahn von der Deutschen Bahn AG. Heute firmiert die gemischt-wirtschaftliche Gesellschaft als Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH & Co. KG in Bad Doberan. Der Endbahnhof Kühlungsborn-West beherbergt das Molli-Museum und das Bahnbetriebswerk.
Am 27. Februar 1997 gründete die Bäderbahn Molli, zusammen mit den Verkehrsunternehmen Rostocker Straßenbahn AG, DB Regio AG Nordost, Regionalverkehr Küste, Weiße Flotte und antaris den Verkehrsverbund Warnow. Seitdem akzeptiert die Bäderbahn Molli Wochen- und Monatskarten aus dem Verbundsortiment. Sonstige Fahrkarten wie z. B. Ländertickets und das Schöne-Wochenend-Ticket werden jedoch nicht akzeptiert.
Weltweite Berühmtheit erlangte der Molli als offizielles (und einziges) Transportmittel der Pressevertreter zum G8 Gipfel in Heiligendamm 2007.

Fahrzeugeinsatz

Ab 1910 wurden auf der Strecke die Lokomotiven der Baureihe 99.30 (99 301 - 303) eingesetzt, verstärkt wurde der Lokomotivpark 1923 durch die 99.31 (99 311 - 313). Diese Lokomotiven sind alle ausgemustert.
Im Jahr 1932 ließ die DRG die deutlich größeren, schnelleren und stärkeren Loks der Baureihe 99.32 (99 321 - 323) bauen. Diese drei Loks stehen heute noch im Einsatz. Im Jahr 1961 kamen von den Werkbahnen der SDAG Wismut drei Lokomotiven zum Molli und wurden hier als Baureihe 99.33 (99 331 bis 333) eingereiht. Eine der drei, die 99 331, ist noch betriebsfähig und dient als Reserve. Die 99 332 steht als Denkmal am Molli-Museum im Bahnhof Bad Kühlungsborn West.
Bis 2009 soll für den Molli im Dampflokwerk Meiningen eine Einheitslok nachgebaut werden.

Fahrplan

In der sommerlichen Hochsaison wird tagsüber im Stundentakt mit zwei Zügen gefahren, die sich jeweils kurz vor der vollen Stunde in Heiligendamm begegnen. Durch diese Ausrichtung an der üblichen Symmetriezeit bestehen in Bad Doberan sowohl von und nach Rostock als auch von und nach Wismar gute Anschlüsse.

Mollibus

Aufgrund der geringeren Touristennachfrage verkehrt im Winter nur ein Zug im 2-Stunden-Takt mit etwas kürzerer Gesamtfahrzeit, da die Kreuzung in Heiligendamm entfällt. Die Ankunft in Kühlungsborn ist etwas früher und die Abfahrt etwas später. Die ausfallenden Fahrten werden durch den so genannten Mollibus ersetzt, welcher die Liniennummer 121 trägt und vom Regionalverkehr Küste betrieben wird. Die Linie 121 verkehrt von Rostock ZOB über Bad Doberan, Heiligendamm und Kühlungsborn nach Rerik, wobei nur der Abschnitt zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn als Mollibus bezeichnet wird. Es verkehren nicht alle Busse auf dem gesamten Linienweg.

Fahrstrecke

  • Bad Doberan (km 0,0)
  • Bad Doberan-Stadtmitte (km 0,6)
  • Bad Doberan-Goethestraße (km 1,1)
  • Bad Doberan-Rennbahn (km 3,9)
  • Heiligendamm (km 6,5)
  • Steilküste / Wittenbeck (km 10,2)
  • Ostseebad Kühlungsborn-Ost (km 12,7)
  • Ostseebad Kühlungsborn-Mitte (km 13,1)
  • Ostseebad Kühlungsborn-West (km 15,4)
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